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Fragen und Antworten - Holzapfel Bestattungen

Fragen und Antworten zu den Formalitäten


Das Sterbegeld seitens der Krankenversicherung wurde bis einschließlich 2003 gezahlt. Mit einem verabschiedeten Gesetzt der Rot-Grünen Bundesregierung, wurde dies ab 2004 abgeschafft. Seitdem können Sie nur noch Sterbegeld durch abgeschlossene Sterbegeld- und Lebensversicherungen erhalten.

Bei der Leichenschau durch einen Arzt wird die Todesursache und Todeszeit festgestellt und zusammen mit den Personalien des Verstorbenen in die Totenbescheinigung (auch Totenschein, Leichenschauschein, L-Schein) eingetragen. Diese besteht aus zwei Teilen bzw. Blättern (blau: öffentlich, rot: vertraulich, wird durch den Arzt verschlossen).

Die Totenbescheinigung wird nicht an die Angehörigen weitergegeben, sondern bei der Beurkundung beim Standesamt vorgelegt und zu einem Teil an das Gesundheitsamt und zum anderen Teil an die Friedhofsverwaltung des Beisetzungsortes gesandt.

Verlangen Versicherungsdienstleister von Ihnen eine Todesbescheinigung, so ist damit meistens die vom Standesamt ausgestellt Sterbeurkunde gemeint.

Bestattungspflichtig sein bedeutet, als nächster voll geschäftsfähiger Angehöriger in der Pflicht zu stehen, sich um die Bestattung des Verstorbenen zu kümmern und auch die Kosten zu tragen. Mit der Auftragserteilung übertragen Sie ein Teil der Bestattungspflichten an uns.

Doch wer ist der nächste Angehörige?

Als nächste Angehörige zählen in der nachfolgenden Reihenfolge unter anderem:

  1. Ehepartner/in oder Lebenspartner/in
  2. Kinder
  3. Eltern
  4. Geschwister
  5. ggf. Partner/in
  6. sonstige Sorgeberechtigte
  7. Großeltern
  8. Enkelkinder
  9. Erbe

Bis zu welchem Verwandtschaftsgrad Angehörige in der Bestattungspflicht stehen und wer noch Bestattungspflichtig ist, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Da die Bestattungspflicht nicht mit dem Erbrecht verbunden ist, befreit das Ausschlagen des Erbes den zuständigen Angehörigen nicht von der Bestattungspflicht. Allerdings kann die bestattungspflichtige Person, welche die Beerdigung beauftragt und die Erbschaft ausgeschlagen hat, die Kosten ggf. von einem nächsten Erben einfordern. Dazu muss der nächste Erbe aber auch das Erbschaft angenommenhaben.

Zunächst prüfen Sie die Regelungen in Ihrem Arbeits- bzw. Tarifvertrag. Können Sie dort keine genauen Regelungen zum Sonderurlaub finden, können Sie sich auf § 616 Vorübergehende Verhinderung berufen, welcher zwei freie Tage (einen für den Todestag und einen für die Beerdigung) vorsieht.

Sonderurlaub gibt es meist nur beim Tod eines Elternteils, eines Kindes sowie eines Ehe- oder Lebenspartners.

Die Sterbeurkunde(n) werden vom Standesamt des Sterbeortes ausgestellt. Die Beurkundung beim Standesamt wird durch unser Unternehmen veranlasst. Sofern Sie uns alle für die Beurkundung notwendigen Dokumente mitgegeben haben, erhalten wir die Sterbeurkunden unmittelbar nach erfolgreicher Beurkundung durch den Standesbeamten. Anschließend werden die Sterbeurkunden für die Weitergabe an Sie vorbereitet.

Gebührenfreie Sterbeurkunden für Krankenversicherungs- oder Rentenzwecke werden von uns zur weiteren Bearbeitung des Sterbefalls sowie zur Mitteilung an die Versicherungsträger einbehalten.

Zu den notwendigen Dokumenten zählen:

  • Personalausweis des Verstorbenen
  • Todesbescheinigung (vom Arzt) bzw. Leichenschauschein
  • Geburtsurkunde (bei Ledigen)
  • Heiratsurkunde (bei Verheirateten)
  • Rechtskräftiges Scheidungsurteil und Heiratsurkunde (bei Geschiedenen), bzw. Deckblatt mit Datum und Aktenzeichen der Rechtskraft
  • Heiratsurkunde und Sterbeurkunde (bei Verwitweten)

Sterbeurkunden können zu jeder Zeit nachbestellt werden. Entweder gehen Sie selbst mit Ihren Ausweispapieren zum Standesamt und lassen sich dort weitere Ausfertigungen erstellen oder Sie beauftragen uns damit.

Eine Sterbeurkunde kostet auf den Standesämtern in Hessen 11€, für jede Mehrausfertigung 5€.

Eine Sterbeurkunde wird als Nachweis über den Tod Ihres Angehörigen gebraucht.

Dort wo Sie Zahlungen erwarten (z. B. bei Lebensversicherungsdienstleistern), benötigen sie eine originale und gebührenpflichtige Urkunde.

Bei Banken können Sie die Sterbeurkunde im Original vorlegen und auch wieder mitnehmen. Lassen Sie sich von den Angestellten der Bank die Sterbeurkunde kopieren und darauf vermerken, dass das Original vorgelegen hat.

In der Sterbeurkunde stehen nachfolgende Angaben des Verstorbenen:

  • Familienname
  • Vornamen
  • Geburtsname
  • Geburtstag
  • Geburtsort
  • Familienstand
  • Religionszugehörigkeit
  • Zeitpunkt des Todes
  • Sterbeort
  • Letzter Wohnsitz

War der Verstorbene verheiratet, so werden noch Familien- Geburts- und Vornamen des Ehegatten angegeben.

Da Sterbeurkunden auch noch nachträglich erstellt werden können, besteht keine Pflicht diese aufzuheben.

Um Kosten und Aufwand für eine nachträgliche Beurkundung zu vermeiden, heben Sie sich die übrig gebliebenen Urkunden auf. Es empfiehlt sich außerdem, eine Sterbeurkunde in einem kleinen Format ausstellen zu lassen. Diese kann als fester Bestandteil in das Stammbuch des Verstorbenen beigeheftet werden.

Das „Sterbevierteljahr“, also die drei Monate nach dem Sterbefall und manchmal auch „3-Monats-Rente“ genannt, ist ein Vorschuss der Rentenversicherung an den Witwer bzw. die Witwe. Der oder die noch lebende Ehegatte bzw. Ehegattin soll auch im Todesfall nicht mittellos sein.

Bei dem Sterbevierteljahr werden 100% der tatsächlichen oder berechneten Rente des Verstorbenen als Einmalzahlung ausgegeben.

Den Antrag für die 3-Monats-Rente können wir in Ihrem Auftrag für Sie stellen.