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Fragen und Antworten - Holzapfel Bestattungen

Allgemeine Fragen und Antworten


Grundsätzlich kann ein Verstorbener auch zu Hause aufgebahrt werden. Sollte er daheim verstorben sein, so bietet sich meist eine Aufbahrung und Abschiednahme am Sterbebett in vertrauter Umgebung an.

Ist eine Verabschiedung im Sarg in der eigenen Wohnung gewünscht, so wird der Verstorbene zuerst in unser Bestattungsinstitut überführt und dort hygienisch versorgt. Anschließend wird er in den Sarg Ihrer Wahl eingebettet und wieder zurück nach Hause gebracht. Dort kann dann eine Abschiednahme am offenen Sarg bzw. eine Aufbahrung stattfinden.

Um Kosten einer zusätzlichen Überführung zu sparen, empfehlen wir jedoch die Abschiedsräume der Kasseler Friedhöfe zu verwenden. Diese wurden für diesen Zweck neu hergerichtet. Auf folgenden Friedhöfen in Kassel stehen diese neuen Abschiedsräume zur Verfügung:

Sie wünschen eine Aufbahrung auf Friedhöfen außerhalb von Kassel? Auch dies ist bedingt möglich und klären wir mit Ihnen während dem persönlichen Beratungsgespräch.

Im Regelfall können Sie Ihren verstorbenen Angehörigen nach Eintritt des Todes noch einige Stunden oder über Nacht bei sich behalten.

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie für den Abschied brauchen.

Ist der Verstorbene zu Hause durch einen Sturz oder Suizid verstorben, so empfehlen wir eine Aufbahrung zu einem späteren Zeitpunkt in einem der Abschiedsräume der Kasseler Friedhöfe .

Ist Ihr Angehöriger zu Hause verstorben, so müssen Sie als erstes den Hausarzt kontaktieren. Dieser stellt den Tod und die Todesursache fest. Erst danach können wir als Bestatter eine Überführung durchführen. Fragen Sie den Arzt, wann mit dessen Ankunft zu rechnen ist und informieren Sie auch uns darüber. Wir können unsere Mitarbeiter dann besser für diesen Zeitraum einplanen und Sie vermeiden unnötige Wartezeit.

Ist Ihr Angehöriger im Altenheim verstorben, so kontaktiert das Pflegepersonal bzw. die dortige Verwaltung den zuständigen Arzt für die Leichenschau Ihres Angehörigen. Sobald Sie Kenntnis über den Todesfall haben, informieren Sie uns. Wir setzen uns mit dem Altenheim in Verbindung und kümmern uns um alles weitere.

Ist Ihr Angehöriger im Krankenhaus verstorben, so wird die Leichenschau von den zuständigen Ärzten der Klinik durchgeführt. Das Krankenhaus wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Informieren Sie uns, sobald Sie Kenntnis über den Todesfall haben, wir kümmern uns dann um alles Weitere.

Wenn jemand verstirbt, nimmt die Gehirnaktivität in den ersten Sekunden ab und fällt schließlich aus. Das Herz hört auf zu schlagen und die Körpertemperatur des Verstoreben sinkt um 1-2 °C pro Stunde auf Raumtemperatur ab. Da die Körpertemperatur eines gesunden Menschen 36°C beträgt, kann sich der Verstorbene schnell kalt für Sie anfühlen.

Schon nach einigen Minuten sterben Zellen aufgrund von Sauerstoffmangel und die Membran wird durchlässig. Hierbei läuft der Zellinhalt aus, sodass langsam eine Fäulnis eintritt.

Nach etwa ein bis zwei Stunden sammelt sich so viel Kalzium in den Muskeln an, dass die sogenannte Totenstarre (Leichenstarre) eintritt. Diese ist nach 6-8 Stunden voll ausgeprägt und hält noch etwa einen Tag an. Nachdem die Totenstarre verschwunden ist, entspannen sich die restlichen Muskeln und es kann Stuhl oder Urin austreten. Die Haut verliert bis hierhin eine Menge Feuchtigkeit und zieht sich zusammen. Dies erweckt den Eindruck, als würden Haare und Nägel noch ein wenig nachwachsen.

Mangels der Blutzirkulation läuft das Blut schwerkraftbedingt nach unten, bei liegenden Verstorben zum Rücken, Unterarme usw. Die Haut oben wird blass und es zeigen sich rötliche Flecken.

Wird der Verstorbene zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekühlt, so entstehen nach weiteren Tagen blaue und grüne Flecken auf der Haut. Außerdem entwickelt der Verstorbene einen sehr unangenehmen Geruch, denn der Körper dünstet Stoffe wie Pentamethylendiamin aus, der typische Verwesungsgeruch.

Wird der Verstorbene erst Wochen nach dem Tod aufgefunden, so kommt es meist zu starkem Madenbefall, violetten und schwarzen Flecken auf der Haut, sowie zu Haarausfall.

Informieren Sie Ihre nahe Verwandtschaft über den Sterbefall am besten telefonisch. Es kostet viel Kraft, aber Ihre Angehörigen können Ihnen so von Beginn an beistehen.

Entfernte Verwandte und Freunde können Sie auch noch zu einem späteren Zeitpunkt mit z. B. einem Trauerbrief benachrichtigen. Auch können Sie eine Zeitungsanzeige schalten mit der Sie auch die Personen erreichen, von denen Sie selbst keine Kontaktdaten besitzen.

Die Leichenschau ist die Untersuchung eines Verstorbenen durch einen Arzt.
Der Arzt stellt die Todesursache und die Todeszeit anhand von spezifischen Merkmalen fest. Zusammen mit den Personalien des Verstorbenen werden diese Daten in den Totenschein (Leichenschauschein, L-Schein) eingetragen. Dieser besteht aus zwei Teilen bzw. Blättern (blau: öffentlich, rot: vertraulich). Die Angaben zur genauen Todesursache werden durch den Arzt auf das vertrauliche Blatt des Totenscheins geschrieben. Es sollte auch durch ihn verschlossen werden. Wir als Mitarbeiter vom Bestattungsinstitut und auch andere Institutionen können bzw. dürfen diese Informationen nicht einsehen.

Rückfragen zur genauen Todesursache müssen also von den Angehörigen selbst an den behandelnden Arzt gestellt werden.

Ist der Tod zu Hause oder in einem Altenheim eingetreten, so wird die Leichenschau vom Hausarzt durchgeführt. In Krankenhäusern wird die Untersuchung von den dort tätigen und zuständigen Ärzten durchgeführt.

Unstimmigkeiten, bzw. ein nicht korrekt ausgefülltes öffentliches Blatt kann dazu führen, dass der Sterbefall beim Standesamt nicht beurkundet wird, d.h. man keine Sterbeurkunden erhält. Eine Korrektur darf aber nur durch den behandelnden Arzt durchgeführt werden. Wir prüfen zwar vor der Überführung des Verstorbenen stets auch die Angaben im Totenschein, doch meist ist der Arzt nicht mehr vor Ort um direkt das Formular zu berichtigen. Ein zusätzlicher Blick durch Sie, noch in Anwesenheit des Arztes, kann unnötige Wege und Verzögerungen vermeiden.