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Fragen und Antworten - Holzapfel Bestattungen

Fragen und Antworten zur Bestattung


Grundsätzlich werden zwei Bestattungsarten voneinander unterschieden. Zum einen die Erdbestattung, bei der der Verstorbene im Sarg in ein Grab abgelassen wird und zum anderen die Feuerbestattung, bei der der Verstorbene im Sarg eingeäschert wird und später die Asche in einer Urne bestattet wird.

Die Feuerbestattung hat weitere Bestattungsarten möglich gemacht. So kann die Asche des Verstorbenen auch in der See (Seebestattung) beigesetzt werden oder an einem Baum im Wald (Waldbestattung) oder im Park (Parkbestattung) die letzte Ruhe finden.

Alle von uns durchgeführten Bestattungsarten finden Sie hier: „Bestattungsarten

Eine allgemeine Entsorgungsmentalität besteht noch nicht. Wir stellen jedoch vermehrt fest, dass die Bestattung des Angehörigen zunächst finanziell stimmen muss und in einigen Fällen besonders günstig sein soll. Es wird deshalb immer öfter auf anonyme Gräber bzw. die zurückgegriffen.

Auch auf eine Trauerfeier wird dann meist verzichtet. Jeder Mensch hat ein pietätvolles Ende verdient genauso wie Angehörige Zeit und Ort zur Trauer benötigen. Bei weiter steigenden Bestattungen ohne Trauerfeier und ohne bekannten Ort zum Trauern, kann man von einer beginnenden Entsorgungsmentalität sprechen.

Bestattungsfristen werden durch die Gesetze des jeweiligen Bundeslandes festgelegt.

Bei Erdbestattungen gilt für fast alle Bundesländer: Der Verstorbene darf frühestens nach 48 Stunden und muss spätestens in 4-10 Arbeitstagen beerdigt werden. Wochenenden und Feiertage werden nicht zur Höchstdauer hinzugerechnet. In Einzelfällen kann die Frist wegen Terminierungsproblemen oder Krankheit verlängert werden.

Bei einer Feuerbestattung bzw. Bestattungen, denen eine Einäscherung voraus geht, gibt es für die Beisetzung der Urne keine Fristen.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, Beerdigungen finden etwa nach einer Woche und Feuerbestattungennach nach etwa 2-3 Wochen statt.

Es kann jedoch vor der Einäscherung keine Aussage über die Dauer bzw. den Beisetzungstermin der Urne gemacht werden. Da die Verbrennung des Verstorbenen eine zweite amtsärztliche Leichenschau voraussetzt, können weitere Verzögerungen z. B. durch Rückfragen an den Hausarzt entstehen. Auch die Auslastung des Krematoriums hat Einfluss auf den Beisetzungstermin.

Termine für Trauerfeiern mit der Urne oder Beisetzungen werden deshalb nach der Einäscherung geplant. Die Urne wird bis zum Transport auf den Bestimmungsfriedhof im Krematorium gelagert. Hierfür fallen Gebühren an. Da die Urne nicht auf unbestimmte Zeit aufbewahrt werden kann, sollten Angehörige möglichst zeitnah einen Termin finden.

Aus traditionellen und hygienischen Gründen ist in Deutschland eine gesetzlich Sargpflicht eingeführt worden. Lediglich muslimische Bestattungen können unter bestimmten Voraussetzungen ohne Sarg durchgeführt werden. Aber auch bei dieser Bestattungsform hängt es vom jeweiligen Bundesland und Friedhof ab.

Feuerbestattungen und alle alternativen Bestattungen benötigen stets auch einen Sarg, da kein Krematorium ohne ihn einäschert. Krematorien sind technisch nicht für sarglose Bestattungen ausgelegt und es ist auch zukünftig nicht vorgesehen.

Wir verwenden für die Einäscherung aber einfache und günstige Särge und falls keine Trauerfeier mit Sarg erwünscht ist, den einfachsten und günstigsten Sarg – er wird schließlich wieder verbrannt.

Das Tragen von schwarzer Kleidung als erkennbares Zeichen der Trauer ist keine Pflicht. Von auffälliger Kleidung in bunten Farben ist jedoch auf Trauerfeiern abzuraten. In den meisten Fällen ist eine schlichte Trauerkleidung in Weiß, Grau und Schwarz angemessen.

Insbesondere jüngere Menschen, die selten oder noch nie eine Beerdigung besucht haben, wissen hierauf oft nicht die richtige Antwort. Es ist allerdings nicht viel erforderlich, um sich „richtig“ zu verhalten und ein kleiner Trost für die Hinterbliebenen zu sein.

In jedem Fall sollten Sie eine Kondolenzkarte in einem Umschlag mitbringen. Dieser Umschlag wird auf der Trauerfeier dann dem Bestatter oder den Hinterbliebenen übergeben. Manchmal ist vor Ort auch eine Schale, Box oder Briefkasten, in den die Karte gelegt werden kann.

Je nach Verhältnis zu dem Verstorbenen und den Hinterbliebenen, kann ein vorgedruckter Kondolenzbrief unterschrieben werden oder die Kondolenzkarte wird selbst verfasst werden.

Hatten Sie ein gutes Verhältnis zu dem Verstorbenen und den Angehörigen, können Sie ein Gesteck oder Blumenschale mit Schleifentext mitbringen. Wurde aber von den Angehörigen ausdrücklich darauf hingewiesen, keine Blumen mitzubringen, könne Sie stattdessen auch Geld mit in den Kondolenzbrief legen.

Bekunden Sie Ihr Beileid direkt bei den Hinterbliebenen. Es reicht vor Beginn der Trauerfeier auf sie zuzugehen und mit Worten wie „meine herzliche Anteilnahme“ oder „mein herzliches Beileid“ Ihre Anteilnahme kundzutun.

Wenn es ihr Wunsch ist, kann schon in der Traueranzeige bekannt gegeben werden, dass von Beileidsbekundungen am Grab abzusehen ist.

Sich komplett von Beileidsbekundungen von Freunden und Bekannten auf einer Beerdigung zu entziehen, ist allerdings für die Trauergäste nicht schön. Diese möchten gern Ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Geben Sie Ihnen deshalb zumindest vor Beginn der Trauerfeier die Möglichkeit dazu.

Aufgrund bestehender Bestattungsgesetze ist eine Verstreuung der Asche in Deutschland nicht möglich. Im europäischen Ausland, beispielsweise in den Niederlanden oder in Spanien, ist das verstreuen der Asche erlaubt.